MünchnerStiftungsFrühling 2026 – unser Blick zurück
Informieren – Vernetzen – Mitmachen
Stiftungsberaterin Dr. Julia Barshadska-Glöckner teilt ihre Eindrücke und die wichtigsten Impulse der Veranstaltung.
Beim Netzwerktag des MünchnerStiftungsFrühlings am 8. Juni 2026 kamen Stiftungen, Vereine und stiftungsnahe Partner bei der Giesecke+Devrient Stiftung zusammen, um Impulse auszutauschen, aktuelle Herausforderungen zu diskutieren und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Das vielfältige Programm bot zahlreiche Impulse sowie Raum für Austausch und Vernetzung.
Das Haus des Stiftens war mit Gerit Reimann, Katharina Radmüller, Barbara Ruck, Dr. Julia Barshadska-Glöckner und Antonia Weinmann vertreten und brachte zentrale Zukunftsthemen in die Diskussion ein. Mit dabei waren auch Jürgen Reiss und Dr. Markus Witt als Stiftungsvorstände der Stiftung Stifter für Stifter.
Cybersecurity im Fokus
Ein besonderer Fokus lag auf dem Thema Cybersecurity, das von Gerit Reimann beleuchtet wurde. Angesichts zunehmender digitaler Bedrohungen wurde deutlich, dass auch gemeinnützige Organisationen verstärkt in den Blick von Cyberangriffen geraten. Entscheidend ist daher, frühzeitig Präventionsmaßnahmen zu etablieren, klare Zuständigkeiten festzulegen und Krisenpläne zu entwickeln. Ziel ist eine Organisation, die auch in Krisensituationen handlungsfähig bleibt.
Kooperationen stärken die Handlungsfähigkeit
Darüber hinaus griff das Programm weitere zentrale Themen der Stiftungsarbeit auf: So wurde im Austausch zur Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und NGOs deutlich, welches Potenzial in sektorübergreifenden Partnerschaften liegt. Gleichzeitig wurden praxisnahe Einblicke in die Vermögensanlage von Stiftungen, Fragen der Testamentsvollstreckung sowie in eine wirkungsvolle Öffentlichkeitsarbeit gegeben – unter dem Leitgedanken, gesellschaftliches Engagement sichtbar und verständlich zu machen. Ergänzt wurden diese Inhalte durch Expertentische und Networking-Formate, die den direkten Austausch vertieften und neue Impulse für die tägliche Arbeit lieferten.
Den inhaltlichen Abschluss bildete das Panel „Krisenfest durch Kooperation: Wie Stiftungen, Stadt und Zivilgesellschaft handlungsfähig bleiben“, was zugleich die zentrale Botschaft des Tages unterstrich: Zukunftsfähigkeit entsteht nicht im Alleingang, sondern durch gezielte und bewusste Zusammenarbeit.
Vernetzung als Grundlage für wirksames Handeln
Im Ergebnis zeigte sich deutlich, dass es weniger darum geht, neue Strukturen zu schaffen, als vielmehr bestehende Netzwerke und Plattformen konsequent zu nutzen und sichtbar zu machen. Sinnvolle Kooperationen, das Heben von Synergien und ein offener Blick für Veränderungen sind entscheidend, um gemeinsam wirksam zu bleiben. Dabei gilt es, zielgruppengerecht und wirkungsorientiert zu arbeiten sowie alle relevanten Akteure – von Stiftungen über die öffentliche Hand bis hin zu Unternehmen – einzubeziehen.
Besonders prägnant war die wiederholt diskutierte Frage nach geeigneten Plattformen, die NGOs untereinander sowie mit Unternehmen besser vernetzen können. Hier wurde deutlich: Der Bedarf an transparenteren, zugänglichen Austausch- und Kooperationsformaten ist groß.
Der MünchnerStiftungsFrühling 2026 hat damit einmal mehr gezeigt, dass die Stärke des Sektors in seiner Vernetzung liegt. Wirkung entsteht dort, wo Kooperation bewusst gestaltet, Ressourcen gebündelt und gemeinsame Lösungen entwickelt werden.
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