Drei Tage Berlin, viele Ideen im Gepäck
Ein Rückblick auf den Deutschen Fundraising Kongress 2026 von Julia Parrino, Stiftungsberaterin Haus des Stiftens
Der Deutsche Fundraising Kongress 2026 ist vorbei, und wir fahren mit vollen Notizbüchern, frischen Gedanken und einer Extraportion Motivation zurück nach Hause. Vom 1. bis 3. Juni war Haus des Stiftens in Berlin auf dem Deutschen Fundraising Kongress unterwegs: zwischen Panels, Begegnungen, Diskussionen und jeder Menge Gesprächen über die Zukunft von Engagement und Förderung.
Vom Haus des Stiftens mit dabei waren Gerit Reimann, Philipp Hof sowie Julia Parrino, Dr. Theresa Fricke und Franziska Riehl.
Für alle Teilnehmenden war deutlich spürbar: Fundraising, wie wir es seit Jahren kennen, befindet sich im Umbruch. Globale Krisen, verändertes Spendenverhalten, technologische Entwicklungen und sinkende öffentliche Mittel fordern neue Antworten. Gleichzeitig war eine spürbare Aufbruchstimmung zu erleben.
Besonders die Keynote von Ken Burnett wirkt nach. Im Kern geht es um die Rückbesinnung auf Austausch und Vertrauen: Menschen können (nur) gemeinsam etwas bewegen!
In den Programmpunkten, an denen wir vom Haus des Stiftens aktiv als Speaker oder Gesprächspartner:innen teilnahmen, ging es um Vertrauen, Wirkung und neue Wege der Zusammenarbeit. Diese Tage bestärken uns wieder in unserer Überzeugung, wofür wir stehen wollen: Orientierung geben, Engagement ermöglichen, Menschen und Perspektiven zusammenbringen und Organisationen in bewegten Zeiten verlässlich begleiten.
Mit Stiftungsverwaltungen im Dialog: Wie können Förderkooperationen erfolgreich gestaltet werden?
Dieses Panel der Fachgruppe Fördermittelfundraising brachte Fördermittelfundraiser und Stiftungsverwaltungen zusammen, die Treuhandstiftungen und rechtsfähige Stiftungen professionell begleiten. Ziel war es, die Perspektiven beider Seiten besser zu verstehen und den direkten Austausch zu fördern. Es diskutierten: Gerit Reimann (Haus des Stiftens), Martina Kreimann (Kommunale Stiftungen Münster), Dr. Anna Kraftsoff (Deutsches Stiftungszentrum) und Ines Fasting (Berliner Sparkasse). Moderiert wurde die Runde von Torsten Schmotz und Dr. Christian Fischbach von der Arbeitsgruppe Fördermittelmanagement des Fundraisingverbands.
Im Mittelpunkt standen Fragen nach den Erwartungen von Stiftungen an Projekte, dem richtigen Zeitpunkt für eine Kontaktaufnahme sowie möglichen Wegen zu einer erfolgreichen Kooperation. Auch die Chancen gemeinsamer Projektentwicklungen wurden diskutiert.
Deutlich wurde: Ein frühzeitiger Dialog und eine offene, transparente Kommunikation tragen dazu bei, eine erfolgreiche Zusammenarbeit aufzubauen, Projekte passgenauer zu gestalten und die Qualität in der Förderpraxis für alle Beteiligten zu verbessern. Vertrauen und Kommunikation sind als Schlüssel für Wirkung im Fördermanagement zu verstehen.
Gemeinsam engagiert – neue Wege, Stifter und Förderer zu gewinnen
Am Dienstagnachmittag sprach Philipp Hof über einen Community-Ansatz und innovative Möglichkeiten, Engagement neu zu denken und Menschen für gesellschaftliches Handeln zu begeistern. Was sind gute Ansprache-Konzepte? Gibt es digitale Tools, die uns bei der Gewinnung und Bindung von Engagierten helfen? Was erwarten Stifter und Förderer eigentlich von uns? In seinem Beitrag stellte Philipp Hof Wege, Tools und Umsetzungsprozesse vor, um systematisch Stifter und Förderer zu gewinnen.
Und immer wieder: Begegnungen
Neben den offiziellen Programmpunkten waren es vor allem die vielen Gespräche zwischendurch, die den Kongress besonders gemacht haben.
Der Austausch hat gezeigt: Die Herausforderungen sind groß, aber der gemeinsame Wille, etwas zu bewegen, ist deutlich größer.
Foto: Haus des Stiftens
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